가닥 GADAG

Fäden der Erinnerungen

Einfach: Das ist das Hauptbild des Projekts “Gadag 가닥”. Das ist ein Bild mit vielen Farben und Mustern, die ein bisschen aussehen wie eine bunte Landkarte. Oben sind gelbe und orange Flecken, die wie eine Karte aussehen. In der Mitte gibt es ein rotes Feld mit vielen Linien, die wie Blattadern aussehen. Unten ist das Bild lila und hat ein paar braune Flecken. Es sieht aus, als ob die Farben und Muster übereinander liegen. Plain language: This is the main image of the project "Gadag 가닥". This is a picture with lots of colors and patterns that look a bit like a colorful map. At the top are yellow and orange spots that look like a map. In the middle, there is a red field with many lines that look like leaf veins. At the bottom, the image is purple with some brown spots. It looks as if the colors and patterns overlap each other.

Barrierefreiheit:

Hier findet ihr Informationen zur Barrierefreiheit der Räumlichkeiten von Oyoun (Anfahrt / Abfahrt, Parkmöglichkeiten, Zugänge zum Haus, Fahrstuhl, Barrierefreies WC, Early Boarding, Sitzplätze, Rückzugsecken)

Hier findet ihr Informationen zu der Barrierefreiheit der jeweiligen Veranstaltungen von GADAG

Hier findet ihr Programmteile und Angebote in DGS (Deutscher Gebärdensprache)

Unten auf dieser Webseite findest du Informationen in DGS im Videoformat.

Für Rückfragen oder Anregungen dazu könnt ihr uns hier erreichen: hallo(at)oyoun.de oder +49 152 58986465 152

Einfache Sprache:

Der Name dieses Projekts ist “Gadag 가닥”.
Gadag 가닥 ist ein Wort aus Korea.
Du kannst “Ga-Dag” sagen.
Das Wort bedeutet einen langen Faden.
In diesem Projekt gibt es viele Veranstaltungen: Ausstellungen, Gespräche, Performances, Filme, Workshops und mehr.
Die Veranstaltungen finden im Kulturzentrum “Oyoun” in Berlin-Neukölln vom 24. März bis 30. April statt.
In diesem Projekt reden wir über Kriege.
Wir sprechen über Erfahrungen von Frauen, Kindern, Müttern, Verletzten, Geflüchteten, Menschen mit Behinderungen, Sexarbeiter*innen und mehr.
Diese Menschen machen viel durch in einem Krieg.
Aber ihre Geschichten werden oft vergessen.
Wir bringen ihre Geschichten zusammen.
Wir sprechen über Kriege in Korea, Vietnam und Japan und darüber, wie der Westen sie beeinflusst hat.

For the English text, please change the language setting of this website.

가닥 GADAG – Fäden der Erinnerungen
24.03.-30.04.2024
Oyoun

죽어서 모두 환하게 알게 된 사람의 뇌처럼 밝은 편지가 오리라
네 탄생 전의 날들처럼 어제도 없고 내일도 없는 넓고 넓은 편지가 오리라
Like the brain that sees all too clearly after death, a bright letter will arrive 
Like the days before you were born, a widely wide letter without yesterday or tomorrow will arrive [**]

Wie erinnern wir uns an Kriege? Wessen Narrative erheben wir? Wessen Körper würdigen wir mit Monumenten? Wessen Leiden werden mit Schweigen übergangen? Wer erhebt sich gegen das System, um ihre Geschichten ans Licht zu bringen?

Das koreanische Wort 가닥 [ga-dag] steht für einen langen Faden, der von einem größeren Garn abzweigt. Im Projekt 가닥 Gadag durchkämmen wir Fäden von Kriegserinnerungen – von Frauen, von queeren und marginalisierten Körpern – und verweben sie zu einem Wandteppich kollektiver Erinnerung. Mit Künstler*innen, Praktiker*innen und Kulturschaffenden geben wir den individuellen Überlebenserfahrungen in der (post-)kolonialen Geschichte Koreas, Vietnams, Japans und ihrer Diaspora einen Raum und beleuchten den Kurs der kolonial-patriarchalen Gewalt des Westens.

Sowie wir die Erinnerungsstränge verfolgen, beobachten wir eine koloniale Gewalt, die sich unter den Unterdrückten reproduziert. Eine Weltsicht, die von nationalstaatlichen Grenzen und einer vereinfachten Unterteilung in Gut und Böse bestimmt wird, verdunkelt zu viele Wahrheiten, an die wir uns erinnern müssen. In unserem kollektiven Akt des Erinnerns, in dem wir die unterdrückerischen Narrative der Kriege entlernen und persönlichen Erfahrungsberichten treu bleiben, finden wir die Kraft, Widerstand zu leisten und von einer Allianz über Grenzen hinweg zu träumen.

Beim Durchstreifen der Erinnerungsfäden begegnen wir Kindern, Müttern, Verletzten, Geflüchteten, Behinderten, Sexarbeiter*innen, Geistern und unseren Freund*innen, die in vielfachen Schichten von Gewalt und Unterdrückung verstrickt sind. Wir verweilen beim Wasser, beim Wind, bei den Bäumen, bei den Sternen und der Erde, wo sie einst ihre Kämpfe austrugen. Wir sind Kinder und Mütter, die sich als Zeug*innen an die Vergessenen erinnern. Wir wohnen in einer Vielzahl von Körpern, die uns ihre Geschichten erzählen.  

가닥 Gadag ist ein von der Lotto Stiftung Berlin gefördertes Projekt von Oyoun, dessen öffentliches Programm vom 24. März bis 30. April 2024 stattfindet. Es besteht aus drei Kapiteln, die sich gleichzeitig entfalten: Strands (Fäden, Video- und Multimedia-Ausstellung), Tangle (Gewirr, Laboratorium) und Knots (Knoten, Begleitveranstaltungen und Programm).

Text: Dami Choi, Deutsche Übersetzung: Thương Đặng

[**] 김혜순 Kim Hyesoon, 백야 Midnight Sun — 닷새 Day Five, 죽음의 자서전 Autobiography of Death, Englische Übersetzung von Don Mee Choi, New York: New Directions, 2018. (Deutsche Übersetzung von Thương Đặng: Wie das Gehirn, das nach dem Tod nur allzu deutlich sieht, wird ein heller Brief ankommen / Wie die Tage, bevor du geboren wurdest, wird ein weiter, breiter Brief ohne Gestern und Morgen ankommen)

Informationen in DGS im Videoformat:

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Oyoun (@oyounberlin)

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Oyoun (@oyounberlin)

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Oyoun (@oyounberlin)

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Oyoun (@oyounberlin)

Participants, Contributors / Teilnehmende, Mitwirkende

~ Strands (video and multimedia exhibition) / Fäden (Video- und Multimedia-Ausstellung) ~
Nguyễn Thị Thanh Mai, Sara Sejin Chang (Sara van der Heide), Quyên Nguyen-Le, Yukiko Nagakura

~ Tangle (laboratory) / Gewirr (Laboratorium) ~
J*Asians: Anika Baluran Schäfer, Thủy-Tiên Nguyễn, Quang Nguyễn-Xuân and Việt Đức Phạm

~ Knots (accompanying events and program) / Knoten (Begleitveranstaltungen und Programm) ~ 
Screenings: Bora Lee-Kil, Jane Jin Kaisen, Trịnh Thị Minh Hà
Workshop: Hyemi Jo, Korea Verband
Performance: Min Yoon tr. “Citizen Truth”
Accompanying exhibitions / Begleitende Ausstellungen: Spicy Ginkgo Collective, Korea Verband
Program in Seoul: SHARE
Podcast: Linda Hamoui, Nataly Han, Thủy-Tiên Nguyễn

~ Project Team ~ 
Oyoun Team incl.
Dami Choi (artistic direction / künstlerische Leitung)
Thương Đặng (project and curatorial assistant / Projekt- und kuratorische Assistenz)
Everston Freudenreich, Mithra (event technician / Eventtechnik)
Sophia Schmidt, Louna Sbou (fundraising and administration / Fundraising und Verwaltung)
Lara Chahal (production / Produktion)

Installation / Aufbau: Yuki Kojima, Everston Freudenreich

Accessibility / Barrierefreiheit: Agnieszka Habraschka, Gina Jeske, Hyemi Jo

Das Titelbild ist mithilfe von Adobe Firefly erstellt.

Gefördert von der Lotto Stiftung Berlin

Logo von der Lotto Stiftung Berlin

Tags