The Path

Migrationswellen, Gentrifizierung und rasante urbane Transformation – kann uns die Metropole aufhalten?

Was ist, wenn die Wege, die wir täglich gehen, nirgendwo beginnen und nirgendwo hinführen? Ist das, was wir erleben, eine Koexistenz oder eine Andersartigkeit mit Potenzial? Was sind die Ergebnisse, Alternativen, Lösungen und welche Rolle kann Kunst in diesem Prozess spielen?

 

Diesen Fragen widmete sich das interdisziplinäre Kunstprojekt THE PATH. Das Projekt, welches die Beziehung zwischen Metropole und Individuum aus queeren und feministischen Perspektiven problematisiert, bot den Teilnehmenden ein umfangreiches Rahmenprogramm, das eine öffentlichen Kunstinstallation auf dem Tempelhofer Feld, einer Ausstellung im Oyoun und einer Reihe von Veranstaltungen an und zwischen beiden Orten umfasste.

Das Projekt “The Path” zielt auf eine Plattform der Solidarität, des Austausches und des urbanen künstlerischen Neudenkens. Vom 29. September bis zum 15. Oktober wurde ein öffentlich korrespondierender Erfahrungsraum kreiert, der verschiedene Communities aus der Nachbarschaft aktiv mit einbezog. 

 

„The Path“ ist eine autobiographische Reflexion der Erfahrungen, die der Künstler Umut Azad Akkel in den Jahren in Istanbul machte. Der erlebte existentielle Kampf führte ihn zu der Metapher des “Pfades” (The Path), der “von nirgendwo beginnt und nirgendwo hinführt”. Mit dem Projekt konzeptualisierte Akkel seine kritische Auseinandersetzung mit der Stadt, indem er von Berlin nach Istanbul blickt. Die beiden Städte sind im Laufe der Geschichte durch drei große Migrationsbewegungen eng miteinander verbunden. Letztere, die sogenannte New Wave umfasst viele junge, insbesondere queere Menschen, die aufgrund der politischen Lage in der Türkei von Istanbul nach Berlin kamen.

 

Das Projekt THE PATH wurde von Oyoun in Zusammenarbeit mit Umut Azad Akkel als Künstler, künstlerischer Leiter und Co-Kurator, Şehnaz Layıkel als leitende Kuratorin und Pegah Keshmirshekan und Ilgaz Yalçınoğlu als Veranstaltungskoordinator*innen produziert. Sie wurde von der Lotto Stiftung und UdK KKWV finanziert.