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UN:IMAGINABLE – Panel // Wir auch? Deutschlands (selektive) Willkommenskultur

22. Mai 15:00 - 16:00

Mit Jeff Kwasi Klein, Jess Korp und Nina Alerić
Moderation: Ouassima Laabich

“Europa zeigt dieser Tage eindrucksvoll, dass es in der Lage ist, große Fluchtbewegungen zu bewältigen. Geflüchtete aus der Ukraine kommen vielfach die ersten Tage privat unter, erhalten nach der Registrierung direkt einen Status, dürfen sich frei bewegen und arbeiten. Es stellt sich die Frage: Warum nicht immer so?” - Pro Asyl

In diesem Panel diskutieren wir über die selektive Willkommenskultur und die Parallelen dieser, im Blick auf vergangene und aktuelle Fluchtbewegungen sowie in Zeiten der (post-)kolonialen Strukturen und notwendigen Erinnerungskulturen.

Start: 15.00H (Café, Erdgeschoss)
Sprache: German / Deutsch
Tickets: Spendenbasis

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Diese Veranstaltung ist Teil von UN:IMAGINABLE - our histories in conversation

UN:IMAGINABLE ist eine außergewöhnliche Theaterproduktion, die aus der gelebten Realität von Trauma, Krieg, Ausgrenzung und Exil entstanden ist. Die Genozide der 1990er Jahre in Ruanda und auf dem Balkan erschütterten die Welt - und zählen bis heute zu den blutigsten Ereignissen der modernen Geschichte. Die Berichte und Geschichten davon haben nichts an Bedeutung eingebüßt. Viele Menschen sind damals aus ihrem Heimatland geflohen und einige von ihnen leben seitdem in Deutschland, dem der Status eines „Paradieses" zugeschrieben wurde.

Solange unerzählte Geschichte verleugnet wird, kann sich eine Gesellschaft nicht wirklich aus Angst und Hass befreien, was nur zu weiteren Konflikten führt. UN:IMAGINABLE spiegelt die Banalität des Bösen und seine Verbindung zum alltäglichen Leben wider, indem es sich mit Geschichten im Leben von Opfern und Tätern befasst.

Weltpremiere: 18 Mai, um 18.00H (Empfang) / 19.30 H (Performance)

Weitere Vorstellungen: 

19 Mai, 19.00H (Doors) / 19.30H (Performance)
22 Mai, 19.00H (Doors) / 19.30H (Performance)

UN:IMAGINABLE wird produziert von Oyoun Berlin, Mashirika Performing Arts and Media Company Rwanda und Sarajevo War Theatre Bosnia-Herzegovina.

Gefördert im Fonds TURN2 der Kulturstiftung des Bundes und von derBeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Heinrich-Böll-Stiftung.

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ÜBER DIE TEILNEHMER*INNEN

__Ouassima Laabich

Ouassima Laabich ist Projekt Leiterin bei Superrr Lab und promoviert an der FU Berlin am Otto Suhr Institut in den Politikwissenschaften. Sie beschäftigt sich vor allem mit Empowerment- und Handlungsstrategien von Rassismus-Betroffenen Jugendlichen und ihren Selbstorganisationen in Deutschland. Ouassima Laabich hat Public Policy an der Hertie School und der American University Beirut studiert und arbeitet als Moderatorin und Referentin unter anderem zu Rassismuskritik, Jugendpolitik, Digitalisierung und kritischem Zukünfte Denken,

__Jeff Kwasi Klein

Jeff Kwasi Klein ist Leiter des Antidiskriminierungsprojekts EACH ONE von Each One Teach One e. V. (EOTO). Dort koordiniert er Projekte, die die menschenrechtliche Situation von Schwarzen, afro-diasporischen und Menschen afrikanischer Herkunft sichtbar machen, insbesondere durch ein Monitoringprojekt zu Anti-Schwarzen Rassismus in Berlin.

__Jess Korp

Jessica Korp studierte Sozial- und Kulturwissenschaften am Goldsmiths College in London und schrieb ihre Bachelorarbeit über kollektive Melancholie und das Empire. Daraus entwickelte sich ihr Fokus auf Museen und deren Darstellung von Macht und kolonialer Dominanz. 2019 ko-kuratierte sie die Dauerausstellung “Flechtwerk der Dinge - Das Sammlungsschaufenster der Humboldt Universität zu Berlin" am Zentralinstitut Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK), wo sie bis 2020 als kuratorische Assistentin und Lehrbeauftragte für transdisziplinäres Kuratieren unterrichtete.

__Nina Alerić

Nina Alerić kam 1992 als Flüchtlingskind aus Bosnien nach Deutschland. Heute unterstützt sie als TFD-Fellow vor allem Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache in Förderkursen und im Unterricht an einer Schule in Mannheim. "Die soziale Herkunft entscheidet viel zu stark darüber, was später aus einem wird" erklärt Nina ihre Motivation für ihren unermüdlichen Einsatz.

 

Foto Credits:

Jan Kraus (Ouassima Laabich)
tbc (Jeff Kwasi Klein)
tbc (Jess Korp)
Helga Bischitz (Nina Alerić)

 

◥ Im Oyoun ist kein Platz für Sexismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, jegliche Form von Rassismus oder Diskriminierung wie antischwarzem, antimuslimischem Rassismus oder Antisemistismus. Dasselbe gilt für jede Art von gewalttätigem, aggressivem oder übergriffigem Verhalten. Oyoun bietet einen sicheren Raum für alle, ein offenes Forum für den Dialog und einen Ort, an dem wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen. Wenn dich jemand oder etwas während einer Veranstaltung stört, wende dich bitte an ein Mitglied unseres Personals, das dafür da ist, dir zu helfen! Wenn du uns nach einer Veranstaltung eine Erfahrung mitteilen möchtest, schreibe uns bitte eine E-Mail oder sende uns eine anonyme Nachricht über unsere Website.

Details

Datum:
22. Mai
Zeit:
15:00 - 16:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Oyoun
Lucy-Lameck-Staße 32
Berlin, 12049 Deutschland
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Veranstalter

Oyoun