Die künstlerische Arbeit von Asmaa Sbou im Rahmen unserer Lockdown Residency stellt einen wissenschaftlichen und selbst trainierenden Akt der Selbstfürsorge dar – die Stärkung des Geistes und das Üben des Loslassens.

“Selbstfürsorge bedeutet für mich, sich mit Stille zu konfrontieren, zu meditieren und die Gedanken vorbeiziehen zu lassen. Wie geht es meinem Körper? Wie geht es mir im JETZT?  Wie fühle ich mich in diesem Moment? Aber was passiert, wenn man noch einen Schritt weiter geht und versucht, die Neurowissenschaft mit all ihren Forschungen zu verstehen und das mit dem eigenen Wohlbefinden zu verbinden? Mein Ausgangspunkt ist, dass Emotionen ihre Spuren im Gehirn hinterlassen. Das Interessante, was ich im Coaching immer wieder feststelle, ist, dass es ebenso viele Spuren von Stress gibt, die es aufzulösen gilt. Denn unser Gehirn hat im vorderen Stirnbereich einen ausgeprägten präfrontalen Kortex. Dieser Bereich ist für unsere geistigen Fähigkeiten zuständig und gibt uns die Fähigkeit zu denken, zu planen und zu entscheiden. Auch unsere Emotionen werden dort reguliert. Eine weitere entscheidende Region, die an der Emotionsregulation beteiligt ist, ist das limbische System. Es befindet sich in der Mitte des Gehirns und setzt sich aus verschiedenen Untereinheiten zusammen, wie z.B. der Amygdala und dem Hippocampus. Mit ein paar Fragen in meinem Video kann ich diese Bereiche in meinem Gehirn stärken und mit einem langen Training habe ich eine Balance, Stärke und Fokus in meinem Wesen als Person. Selbstfürsorge ist für mich genau das, mich geistig zu stärken, mich spirituell zu entwickeln und körperlich präsent zu sein. Das Schöne am Sein ist aber auch, immer wieder loszulassen, an nichts festzuhalten. So kann und darf alles wieder von vorne beginnen, anders als vorher.” – Asmaa Sbou

 

 

Künstler*in: Asmaa Sbou
Titel:  Trace your emotions. 
Jahr: 2020
Material / Technik / Format: Video
Länge: 1:34 min

 

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