PROFILE  

Nadja Makhlouf

Nadja Makhlouf ist eine französisch-algerische Fotografin und Filmregisseurin. Ihre Arbeit hinterfragt verschiedene Aspekte des historischen Gedächtnisses, die Geschichte sozialer Themen und insbesondere der Stellung der Frau in Algerien.
Nach ihrem Abitur in Literatur studierte sie Dokumentarfilm an der Universität Aix-Marseille. Danach experimentierte sie mit verschiedenen Projekten im Bereich Kino und Fotografie. Nach mehr als 5 Jahren Arbeit für andere Leute in verschiedenen Positionen übernimmt sie nun in allen Bereichen Verantwortung, um eine audiovisuelle Trilogie und eine Fotoausstellung ins Leben zu rufen.
Vier Jahre lang arbeitete sie an einem dreiteiligen Projekt über den Status von Frauen in Algerien, das aus einer Fotoausstellung und einem Dokumentarfilm besteht.
Der erste Teil präsentiert „Fatale Frauen“, fotografische Porträts der kabylischen Frauen im heutigen Algerien, „Allah Ghaleb“, der dazugehörige Film, berichtet aus dem privaten Alltag dieser Frauen. Der Film gewann den Publikumspreis auf dem Festival „Look at the World Cinema“ in Rouen, Frankreich, 2012.
Der zweite Teil „El Moudjahidate: Von unsichtbar zu sichtbar, Kämpferinnen“ konzentriert sich auf die Kämpferinnen des Unabhängigkeitskrieges in Algerien, von früher bis heute. Was von dem Kampf heute bleibt, hat Nadja in dem Dokumentarfilm „Die Moudjahida, die Frauen der Kämpfer“ gedreht.
Der dritte Teil handelt von den Touareg-Frauen in der algerischen Wüste. Sie konzentriert sich auf die Macht dieser Frauen in der matriarchalischen Gesellschaft.
Zurzeit arbeitet sie an einem laufenden Projekt mit dem Titel „Ich bin eine feministische Frau und ich bin muslimisch“. Dieses Projekt befasst sich mit dem Leben von Frauen in Frankreich, die sowohl muslimisch als auch feministisch sind.
Nadja nutzt die Fotografie, um die unsichtbare Welt der Frauen darzustellen. Sie möchte mit dem Stereotyp der „arabischen“ Frauen oder der sogenannten „orientalischen“ Frauen brechen. Sie gibt ihnen ihre Freiheit, ihre Würde und die Möglichkeit zurück, ihre eigene Welt auszudrücken. Sie konzentriert ihre Arbeit darauf, ihre Worte zu verbreiten.