PRESSEMITTEILUNG  

Was verkörpern unsere Körper?

Das EMBODIED ARTS FESTIVAL feiert vom 8. – 18. APRIL 2021 den ersten kuratorischen Schwerpunkt des intersektionalen Kunst- und Kulturzentrums Oyoun und untersucht dabei Themen wie Hybridität, kollektives Gedächtnis, und Körperpolitik in der Postmoderne.

Der Körper ist ein wesentliches Instrument zur Vermittlung unserer Identitäten, ja, er ermöglicht uns die Neuerfindung dieser Identitäten. Identitäten sind immer politisch: Wie gehen wir mit gesellschaftlichen Erwartungen über die Korrektheit individueller Identitäten und mit Überschneidungen oder Anfechtungen dieser Erwartungen um? Was entsteht, wenn wir diese Erwartungen umgehen? Der Körper verändert, verwandelt und entfaltet sich als Forderung an das (Un-)Gemachte des Selbst, der Identität und der Zugehörigkeit. 

Während des 8-monatigen Forschungs-, Archivierungs-, Ausstellungs- und Performance-Projektes: EMBODIED TEMPORALITIES untersuchten die eingeladenen Kurator*innen, Künstler*innen und Kulturschaffenden verkörperte Erinnerungen, Traumata und Identitäten aus diasporischen, dekolonialen und queeren Perspektiven. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten werden im Rahmen des EMBODIED ARTS FESTIVALS präsentiert, gefeiert und weiterentwickelt. 

Mit mehr als 20 Performances, Filmvorführungen, Diskussionen und interaktiven Interventionen gehen die Teilnehmenden auf die Suche nach Antworten auf Fragen wie: Wie brechen wir Tabus über Menstruation, über Gendernormen, über Sexualität(en), über Tod und Trauer? Wie können wir Traumata kollektiv heilen? Wie können sich unsere Körper aus einem Bündel sozialer Zwänge in eine Manifestation blühenden Lebens verwandeln? Woher kommt Hass, wie wirkt sich Hass aus und welcher Weg führt vom Hassenden zum Gehassten?

Das EMBODIED ARTS FESTIVAL wird Möglichkeiten für (kollektive) Heilung mit der Sprache der Kunst aufdecken und diese in kreativen Kollaborationen aus intersektionalen, antifaschistischen und dekolonialen Perspektiven erforschen und diversifizieren.

Die Kurator*innen:
Sujatro Ghosh, Sana Rizvi, Nane Kahle, Kopano Maroga, Dr. Maiada Aboud, Gugulethu ‚Dumama‘ Duma, Exocé Kasongo, Danielle Brathwaite-Shirley, Cornelia Becker + Kerim Becker, Avril Stormy Unger, Ahmad Hijazi (Cyclomorphosis)

Wir werden unserem Publikum unsere digitalen Türen mit u.a. Streams und Live Q&As öffnen. Wir hoffen sehr, dass wir während des Festivals auch unsere physischen Türen öffnen können, wenn auch wahrscheinlich nur für eine begrenzte Anzahl an Besucher*innen. Nun müssen wir abwarten, wie sich die Lockdown-Bestimmungen entwickeln. Informationen dazu aktualisieren wir auf unserer Website. 

Hier findet ihr die Pressemitteilung, eine Pressemappe mit weiteren Infos zu den Kurator*innen, deren Projekten und das digitale Festivalprogramm sowie Bilder zur Berichterstattung. 

Gerne organisieren wir Interviews mit einzelnen Akteur*innen zu ihren Arbeiten. Meldet euch!

Kontakt:
Dami Choi
press@oyoun.de 
+49 (0)30 6805 0860