Code Of Conduct

Im Oyoun ist kein Platz für Sexismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, jegliche Form von Rassismus oder Diskriminierung wie antischwarzem, antimuslimischem Rassismus oder Antisemistismus. Dasselbe gilt für jede Art von gewalttätigem, aggressivem oder übergriffigem Verhalten. Oyoun bietet einen sicheren Raum für alle, ein offenes Forum für den Dialog und einen Ort, an dem wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen.

Um dies zu gewähren, sind alle Mitarbeitenden und Mitwirkende verpflichtet, den Code of Cuduct zu unterzeichnen und einzuhalten. Dieser lautet wie folgt: 

 

ZIELSETZUNG

Als Mitarbeitende im Oyoun sind wir bestrebt eine freundliche und diskriminierungssensible Umgebung zu schaffen. Dies gilt sowohl für unsere Zusammenarbeit untereinander, als auch für den Kontakt und Umgang mit Externen/ Gästen des Hauses. Der Verhaltenskodex soll hierzu eine gemeinsame Grundlage bieten, er ist unser Konsens über die von uns vertretenden Werte.

Er dient zudem der Handlungsorientierung. In dieser Funktion unterstützt er alle Mitarbeiter*innen ihr Verhalten an verbindlichen Standards auszurichten und gibt Auskunft darüber, welches Verhalten wir von unseren Kolleg*innen erwarten und welches wir nicht akzeptiert müssen.

Der Verhaltenskodex beinhaltet überdies die Konsequenzen für Verhaltensweisen, die gegen unseren Konsens verstoßen.

 

ERWARTETES VERHALTEN

Intern

Wir bemühen uns aktiv und aufrichtig gesellschaftliche Diskriminierungsmechanismen nicht im Kontext unserer Arbeit zu reproduzieren. Wir lehnen jede Form der Diskriminierung, beispielsweise aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, Herkunft, Religion, neurologisch-kognitiver Diversität, des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Status, der individuellen Befähigung oder des Aussehens in jeder Form ab.

Wir sind uns den Diskriminierungsmechanismen welche in der Intersektionalität der wir oftmals begegnen Ausdruck findet, bewusst.

Diskriminierung kann auch ungewollt oder unbewusst stattfinden. Aus diesem Grund nehmen wir empfundene Diskriminierung von Kolleg*innen ernst und setzen uns offen und angemessen selbstkritisch mit Aussagen oder Verhalten auseinander, die als diskriminierend wahrgenommen werden.

Wir arbeiten kooperativ zusammen. Der Arbeit von Kolleg*innen begegnen wir wertschätzend, einfühlsam und respektvoll. Verhalten oder Äußerungen, die die Arbeit von Kolleg*innen erschwert oder herabwürdigt sind grundsätzlich abzulehnen. Konflikte, die im Zusammenarbeiten und Zusammenleben von Menschen auftreten können, versuchen wir zu antizipieren und zu vermeiden oder kooperativ zu lösen.

Aufdringliches oder übergriffiges Verhalten oder Äußerungen lehnen wir sowohl untereinander als auch im Umgang mit Gästen des Hauses in jeder Form ab. Dabei respektieren wir, dass jeder Mensch ein individuelles Empfinden dessen hat, was als aufdringlich empfunden wird.
Wir verhalten uns jeder*jedem Einzelnen gegenüber solidarisch, die*der entgegen dieses Kodexes behandelt wird. Wir bieten aneinander Hilfe und Unterstützung. Dabei ist es unerheblich wie schwerwiegend oder geringfügig ein Verstoß gegen unseren Verhaltenskodex, den wir bemerken, uns erscheinen mag.

Weiterbildung

Aus diesem Grund wird das Angebot der diskriminierungskritischen Weiterbildung und der Sensibilisierung für Diskriminierungsmechanismen mindestens zwei Mal pro Jahr angenommen.

Bei Veranstaltungen

Im Oyoun als einer inter- und antidisziplinären Plattform wollen wir diskriminierten und marginalisierten Gruppen die Möglichkeit des Zusammentreffens in einem Safe(r) Space. geben. Dies bedeutet, das bei externen aber auch internen Veranstaltungen, die explizit nur für Community-Gruppen stattfinden, nur Mitarbeiter*innen anwesend oder präsent sind, die der jeweiligen Community- Gruppe angehören.

Folgen von Verstößen gegen den Verhaltenskodex

Verhält sich ein*e Mitarbeiter*in entgegen des Verhaltenskodex, so verpflichtet er*sie sich auf eigene Kosten und innerhalb eines Quartals an einem Workshop oder einer Schulung, oder einer sonstigen vergleichbare Maßnahme, die geeignet ist Verhaltensverstöße zukünftig zu vermeiden, teilzunehmen.

Die Teilnahme an einer geeigneten Maßnahme ist nicht diskutabel und ist Voraussetzung für die weitere Beschäftigung des*der Mitarbeitenden.

Die Kultur Neudenken UG behält sich vor im Falle der Nichtumsetzung der obergenannten Maßnahme weitere arbeitsrechtliche Schritte einzuleiten.

Jede*r Mitarbeiter*in hat die Möglichkeit sich in die Erstellung des Verhaltenskodex einzubringen. Änderungen und Weiterentwicklungen werden in Absprache mit allen Kolleg*innen getroffen.

 

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