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GADAG – Fäden der Erinnerungen Threads of Memories

Sonntag 24. März - Dienstag 30. April

Das koreanische Wort 가닥 [Ga-dag] steht für einen dünnen Faden, der von einem Garn abzweigt. Das Projekt GADAG stellt verschiedene Fäden der Kriegserinnerung dar, verbindet und verflechtet sie zu einem Garn des kollektiven Gedächtnisses. Diese Verwebungen werden von Künstler*innen und Aktivist*innen aus Deutschland, Korea, Vietnam, Dänemark und den USA durch Video-Ausstellung, Laboratorium, Dialoge, Workshops, Podcasts, Mini-Festival und Zusammenkünfte aufgegriffen und sichtbar gemacht. Das öffentliche Programm von GADAG findet im März-April 2024 im Oyoun Berlin, Goethe Institut Seoul und online statt.

Wie erinnern sich unsere Gesellschaften an Kriege? Wessen Schmerz und Trauma wird gewürdigt? Wer erhebt sich gegen das System, um welche Kämpfe sichtbar zu machen? Wer sind die oft vergessenen Akteur*innen des Krieges? Wie können wir die Frauen* und marginalisierte Menschen in den Mittelpunkt stellen, die von den verschiedenen Ebenen und Facetten der Gewalt in einem Krieg betroffen sind?

Mit dem Fokus auf die Kriegserinnerungen von Frauen* und anderen marginalisierten Körpern dekonstruiert GADAG die patriarchalen und nationalstaatlich geprägten Erinnerungskulturen. Es beleuchtet insbesondere die Kämpfe von Frauen*, Geflüchteten, behinderten Menschen, nicht-binären Personen und Sexarbeiter*innen. Es verknüpft diese Kämpfe über die nationalen Grenzen hinweg und kritisiert gleichzeitig die moralische Kluft des Täter-Opfer-Dualismus, die den Ländern auferlegt wird.

 

Projektteam: Oyoun Team inkl. Dami Choi (Künstlerische Leitung) und Thuong Dang (Projekt-/Kuratorische Assistenz), Yuki Kojima (Aufbau/Produktion)

Ausstellende Künstler*innen: Nguyễn Thị Thanh Mai, Quyên Nguyen-Le, Yukiko Nagakura, Sara Sejin Chang (Sara van der Heide)

Lab-Teilnehmer*innen: J*Asians (Anika Baluran Schäfer, Thủy-Tiên Nguyễn, Quang Nguyễn-Xuân and Việt Đức Phạm)

Programmm-Teiilnehmer*innen: Jane Jin Kaisen, Bora Lee-Kil, Trịnh Thị Minh Hà, Hyemi Jo, Spicy Ginkgo Collective, Korea Verband, Yeoja Mag, Miss Read, Goethe Institut Seoul

Podcast: Linda Hamoui

 

1. STRANDS (FÄDEN): Ausstellung mit 4 Screening-Räumen

Mitte März - Ende April 2024 @ Saal vom Oyoun Berlin

Die Ausstellung stellt Videoarbeiten von vier internationalen Künstler*innen aus und verbindet damit verschiedene Fäden der Kriegserlebnisse marginalisierter Frauen* und queerer Menschen. Die Videos werden in Form einer multimedialen Ausstellung mit Texten und Objekten im Oyoun gezeigt. Zweimal wöchentlich werden 30-minütige Führungen durch die Ausstellung angeboten, in englischer und deutscher Lautsprache sowie in internationaler und deutscher Gebärdensprache.

 

2. TANGLE (GEWIRR): Laboratorium und Mini-Festival

Laboratorium: Mitte März - Ende April 2024 @ Online und Oyoun Berlin

Mini-Festival: Ende April 2024 @ Club vom Oyoun Berlin

Die gewonnenen Eindrücke und Inspirationen der Ausstellungen werden im Rahmen eines sechs-wöchigen Laboratoriums (Labs) von Berliner Künstler*innen für die konzeptionelle Weiterentwicklung des individuellen Schaffens sowie die Produktion eigener und kollektiver Werke genutzt. Nach dem sechswöchigen Lab werden die Erzählungen in einer Reihe von Aufführungen im Oyoun präsentiert.

 

3. KNOT (KNOTEN): Weiteres Rahmenprogramm und Podcast-Reihe

Mitte März - Ende April 2024 @ Berlin, Seoul und Online

- Vernissage

- Podiumsdiskussion

- Visual Storytelling Workshop mit Gehörlosen

- Film-Screenings

- Fäden (Gadag) der Erinnerungen in Seoul

- Podcast-Reihe

Ticket: Eintritt frei!

 

Accessibility:

Das Oyoun arbeitet stetig an einem möglichst barrierefreien Zugang zu allen Veranstaltungen, die im Haus angeboten werden. Um individuelle Informationen zur Barrierefreiheit zu erhalten, schreibe uns gerne eine E-Mail an access(at)oyoun.de. Wir werden uns frühestmöglich bei dir zurückmelden. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Awareness:

Im Oyoun ist kein Platz für Sexismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, jegliche Form von Rassismus oder Diskriminierung wie anti-Schwarzem, antimuslimischem Rassismus oder Antisemitismus. Dasselbe gilt für jede Art von gewalttätigem, aggressivem oder übergriffigem Verhalten. Oyoun bietet ein offenes Forum für den Dialog und einen Ort, an dem wir uns gegenseitig unterstützen und füreinander einstehen. Wenn dich jemand oder etwas während einer Veranstaltung stört, wende dich bitte an ein Mitglied unseres Personals, das dafür da ist, dir zu helfen! Wenn du uns nach einer Veranstaltung eine Erfahrung mitteilen möchtest, schreibe uns bitte eine E-Mail oder sende uns eine anonyme Nachricht über unsere Website.

Details

Beginn:
Sonntag 24. März
Ende:
Dienstag 30. April
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

Oyoun
Lucy-Lameck-Staße 32
Berlin, 12049 Deutschland
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Veranstalter

Oyoun + Collaborator