[deutsch unten] 

This call is aimed at artists working on their own processing of ancestral technology, of embodied memory in performance practice, activism and cultural work. Of particular interest are reflections that engage in and reflect on social and ancestral conversations in novel ways, as well as other approaches to futurism, modernity, preservation and invocation. We have titled the theme of the residency “Rituals of Real(ease)”.

In the spirit of the programme’s emphasis on biomythography and ancestral reconnection, the main focus will be on honouring the remnants of ritual through kinaesthetic and vocal intimacy, engaging the power of a collective creativity developed amidst political and social resistance in a time of social distancing. We are looking for innovative ways of presenting the processes of ritual preservation, production and performance, while creating a safe space for the collective that emerges from the process.

Who can apply

The residency is aimed at BIPoC individuals and collectives, for healing and engaging the poetic and political imagination. The previous edition of Ancestral Body Noise centered narratives from Africa and the African Diaspora. For this edition, we are broadening the call and welcome applications from anyone with biographies linked to countries colonized and/or oppressed by Western imperialism. Both individual practitioners and groups of two people are welcome to apply. The group in residence will be 5 practitioners in total.

The facilitator and curator for the project will be Gugulethu Duma.

Timeframe & requirements:

From January 15th for a 6-week process. The collective would meet once a week for 5 hours, and each individual will be required to be a part of one podcast interview for the Ancestral Body Noise archive and the collective would curate a series of performances to be shared with the public.

What we offer

  • Production budget for the creation and dissemination of performance work
  • Donation-based compensation for performances, and a stipend towards weekly transport and food.
  • Opportunities for giving presentations and performances and engaging in collective discussions
  • Support with research work, organising interventions along with technical assistance and public relations activities
  • Public presentations of the collective process developed
  • Community building and collective healing
  • The main working language for the residency will be English. If necessary, we will provide translation. 

 

How to apply

Email your application (PDF file, max. 5 MB) in English or German to: gduma91@gmail.com – please include the following:

  • Curriculum vitae and artist bio
  • A portfolio (with examples representing each member’s work or group work)
  • A response to the theme and this call (in the form of a video, one-pager, poem, choreography or any other creative expression that makes sense to you)

 

**Deadline: 28th December 2020**⁠

Oyoun is a hub for arts, culture and knowledge production from decolonial, queer*feminist, migrant, diasporic and BIPoC perspectives. This project is part of Oyoun’s ongoing curatorial focus EMBODIED TEMPORALITIES. The focus sets to investigate the embodied memories and identities through diasporic and gender-critical perspectives. The body emerges as a changing relationship and at the same time unfolds as an ethical horizon and challenge for the (un)making of the self, identity, and belonging. EMBODIED TEMPORALITIES will unravel the possibilities by means of the language of art while exploring and diversifying collaborations through intersectional, anti-fascist, and decolonial perspectives.

For press, media or other inquiries, please email us at hallo@oyoun.de (DE/ EN)

Offener Call: Rituals of Real(ease)Ancestral Body Noise Group Residency @ Oyoun mit Gugulethu Duma

Dieser Aufruf richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die sich mit ihrer eigenen Verarbeitung von angestammter Technologie, mit verkörperter Erinnerung in der Aufführungspraxis, im Aktivismus und in der Kulturarbeit beschäftigen. Von besonderem Interesse sind Reflexionen, die soziale und Ahnengespräche auf neuartige Weise einbeziehen und reflektieren, sowie andere Ansätze zu Futurismus, Modernität, Bewahrung und Beschwörung. Wir haben das Thema der Residenz “Rituals of Real(ease)” betitelt.

Im Geiste der Schwerpunktsetzung des Programms auf Biomythographie und Wiederverbindung mit den Ahnen wird das Hauptaugenmerk darauf liegen, die Überbleibsel des Rituals durch kinästhetische und stimmliche Intimität zu ehren und die Kraft einer kollektiven Kreativität zu nutzen, die sich in Zeiten sozialer Distanzierung inmitten politischer und sozialer Widerstände entwickelt hat. Wir suchen nach innovativen Wegen, um die Prozesse der Bewahrung, Produktion und Aufführung von Ritualen darzustellen und gleichzeitig einen sicheren Raum für das Kollektiv zu schaffen, das aus diesem Prozess hervorgeht.

Wer kann sich bewerben?

Die Residency richtet sich an Einzelpersonen und Kollektive der BIPoC-Community, um die poetische und politische Vorstellungskraft zu heilen und ins Spiel zu bringen. Die frühere Ausgabe von Ancestral Body Noise zentralisierte Erzählungen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora. Für diese Ausgabe erweitern wir den Aufruf und freuen uns über Bewerbungen von allen, deren Biographien mit Ländern in Verbindung stehen, die vom westlichen Imperialismus kolonisiert und/oder unterdrückt wurden. Sowohl einzelne Praktiker als auch Gruppen von maximal 2 Personen können sich gerne bewerben. Die Residency wird insgesamt 5 Praktizierende umfassen.

Die Moderatorin und Kuratorin des Projekts wird Gugulethu Duma sein.

Zeitrahmen und Anforderungen: Ab 15. Januar für einen 6-wöchigen Prozess. Das Kollektiv würde sich einmal pro Woche für 5 Stunden treffen, und jeder Einzelne müsste an einem Podcast-Interview für das Ancestral Body Noise-Archiv teilnehmen und das Kollektiv würde eine Reihe von Aufführungen kuratieren, die gemeinsam aufgeführt werden.

Was wir anbieten

  • Produktionsbudget für die Schaffung und Verbreitung von Aufführungen
    Eine auf Spenden basierende Entschädigung für Leistungen und ein Stipendium für wöchentlichen Transport und Verpflegung.
  • Gelegenheiten für Präsentationen und Aufführungen sowie für kollektive Diskussionen
  • Unterstützung bei der Forschungsarbeit, Organisation von Interventionen sowie technische Hilfe und Öffentlichkeitsarbeit
  • Öffentliche Präsentationen des entwickelten kollektiven Prozesses
  • Gemeinschaftsbildung und kollektive Heilung
  • Die Hauptarbeitssprache der Residency wird Englisch sein. Falls nötig, bieten wir Übersetzung ins Englische an

 

Interesse geweckt?

Sende deine Bewerbung (PDF-Datei, max. 5 MB) auf Deutsch oder Englisch per E-Mail an: gduma91@gmail.com. Die Bewerbung soll bitte folgendes beinhalten: 

  • Lebenslauf und Künstler*inbiographie
  • Ein Portfolio (mit Beispielen, die die Arbeit oder Gruppenarbeit jedes Mitglieds repräsentieren)
  • Eine Antwort auf das Thema und diesen Aufruf (in Form eines Videos, eines Pagers, eines Gedichts, einer Choreographie oder eines anderen kreativen Ausdrucks, der für dich sinnvoll ist)

**Bewerbungsfrist: 28. Dezember 2020**

Oyoun ist ein Hub für Künste, Kultur und Wissensproduktion aus dekolonialer, queer*feministischer, migrantischer, diasporischer und BIPoC-Perspektive. Dieses Projekt ist Teil des laufenden kuratorischen Schwerpunktes EMBODIED TEMPORALITIES von Oyoun. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung verkörperten Erinnerungen und Identitäten aus diasporischen und geschlechterkritischen Perspektiven. Der menschliche Körper ist sich ständig verändernden inneren und äußeren Beziehungsgeflechten ausgesetzt und verkörpert diese immer wieder neu – und gleichzeitig orientiert er sich zwischen dem ethischen Horizont und den Herausforderungen der kontinuierlichen (Wieder-)Herstellung von Selbst, Identität und Zugehörigkeit. EMBODIED TEMPORALITIES wird die in diesem Feld aufscheinenden Möglichkeiten mit den Mitteln der Sprache der Kunst entwirren und gleichzeitig durch antidisziplinäre Ansätze, Kollaborationen von und mit Künstler*innen, die intersektional, antifaschistisch und dekolonial ausgerichtet sind, anregen und umsetzen.

Für Presse-, Medien- oder sonstige Anfragen, melde dich bitte per E-Mail  an hallo@oyoun.de (DE/ EN)